AI-basierte Roboterzelle "sieht in 3D" – mit zwei Ensenso-Kameras

Neocortex Bin Picking ist schnell, flexibel und selbstlernend

AI-basierte Roboterzelle "sieht in 3D" – mit zwei Ensenso-Kameras
Ein Sechs-Achs-Roboter mit Multifunktionsgreifer, eine modulare Softwareplattform für künstliche Intelligenz (Neocortex®) und Ensenso Stereo-3D-Kameras: Dies sind die Schlüsselkomponenten der neuen Neocortex® Goods to Robot (G2R) Roboterzellen des amerikanischen Softwareunternehmens und Integrators Universal Logic.
 
Je nach Anforderung in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich, dienen die Zellen der automatisierten Abwicklung von Konsumgütern. Die Roboter greifen unterschiedlichste Dinge aus Behältern, Transportboxen, Förderbändern oder Paletten und platzieren sie in Kartons, Säcken oder maschinellen Vorrichtungen. Neocortex G2R Zellen können Barcodes lesen, Etiketten identifizieren oder Messungen vornehmen. Sie können sowohl für fertige Erzeugnisse, als auch innerhalb der Produktionskette eingesetzt werden. Tausende verschiedener Produkte werden mit hoher Geschwindigkeit - 500-900 Zyklen pro Stunde bearbeitet.  – und sind dabei mit 7$ pro Stunde im Zweischichtbetrieb über 5 Jahre auch durchaus kosteneffizient (geleast oder gekauft).
 
Die Steuerung übernimmt die Neocortex Artificial Intelligence (AI) Softwareplattform, welche die Wahrnehmung erweitert, das Greifen lenkt und den Roboter führt. Diese künstliche Intelligenz verleiht den Zellen eine menschenähnliche Flexibilität. Programmierung oder CAD-Daten im Voraus sind nicht notwendig, der Roboter lernt seine Aufgaben. Das System passt sich an vorhandene, ursprünglich für Menschen konzipierte Räume an und ist ohne größere Umbauarbeiten innerhalb eines Tages einsatzbereit. Die neueste Version Neocortex 5.0 bietet zusätzlich eine verbesserte Mischteilkommissionierung, verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten des „Fingergreifens“ sowie die Integration neuer Sensoren und Steuerungen.
 
Die Zellen sind mit den hochauflösenden Stereo-3D-Kameras der Ensenso N-Serie der IDS Imaging Development Systems GmbH ausgestattet. Je nach Aufgabenstellung liefern 2 oder 3 Kameras pro Zelle die entscheidenden visuellen Informationen.
 
Jeremy Bergh, IDS Imaging Sales Director Nordamerika, betont: "IDS setzt ständig neue Maßstäbe in Bezug auf Geschwindigkeit und Auflösung in der Bildverarbeitung. Durch die Zusammenarbeit mit Universal entstehen modernste Kommissionier-Lösungen". Hob Wubbena, Vice President, Universal Logic, erklärt: "Der 3D-Sensor von Ensenso bietet sowohl die Genauigkeit als auch die Geschwindigkeit, die für die unterschiedlichen Anforderungen unserer Roboterzellen erforderlich sind. Die Zuverlässigkeit der Ensenso 3D-Kameras hilft uns, die Kundenzufriedenheit langfristig zu sichern.“
 
Die Ensenso 3D Kameras arbeiten nach dem „Projected Texture Stereo Vision“-Verfahren. Jedes Modell verwendet jeweils zwei CMOS-Sensoren sowie einen Projektor, der Hilfsstrukturen auf das aufzunehmende Objekt projiziert. Die Kameras sind mit USB- oder GigE-Schnittstelle erhältlich und für Arbeitsabstände bis zu 3.000 mm sowie variable Bildfelder konzipiert. Sie erfassen sowohl stehende als auch bewegte Objekte. Je nach Kundenwunsch stehen auch IP65/67-Modelle zur Verfügung, die gegen Schmutz, Staub, Spritzwasser oder Reinigungsmittel geschützt sind.
 
Die Flexibilität der Neocortex G2R-Roboterzellen ermöglicht ein breites Anwendungsspektrum - von der E-Commerce-Auftragsabwicklung über die Maschinenbedienung bis hin zu Sortieranlagen. In Kombination mit der 3D Vision Technologie der Ensenso Kameraserie entsteht so eine effiziente Komponente für die intelligente Fabrik der Industrie 4.0.

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