Software Suite 4.95

Release Notes für IDS Software Suite 4.95

Einleitung

Diese Release Notes beschreiben die Veränderungen der IDS Software Suite 4.95, die neben der Überarbeitung von Anwendungen und Funktionen auch neue Funktionen einführt.

Bevor IDS Software Suite 4.95 installiert werden kann, müssen vorherige Versionen der IDS Software Suite deinstalliert werden.

IDS Software Suite 4.95.0

Neue und geänderte Funktionalitäten

Überarbeitung IDS Kameramanager

Der IDS Kameramanager wurde grundlegend überarbeitet und basiert sowohl für Windows und Linux auf demselben Quellcode. Dadurch können unter Windows und Linux die gleichen Funktionen angeboten werden wie z.B.

  • Kamerainformationen
  • Zusatzfunktionen wie Boot-Boost, Multicast oder Trusted-Pairing
  • Konfiguration der GigE Kameras wahlweise mit fester IP-Adresse, automatischer IP-Adresse oder per DHCP

Durch die Überarbeitung der Oberfläche wurden einige Bereiche neu strukturiert. Daher steht der IDS Kameramanager in dieser Version nur mit deutscher und englischer Oberfläche zur Verfügung. Weitere Sprachen werden mit der folgenden Version nachgereicht.

Portierung von weiteren Anwendungen

Die Beispielanwendung uEye Demo war bislang nur unter Linux verfügbar. uEye Demo ist nun ebenfalls unter Windows verfügbar inklusive des Source-Codes.

Der uEye Hotpixel-Editor steht nun auch unter Linux zur Verfügung. Mit dem uEye Hotpixel Editor können Sie die in der Kamera hinterlegte Liste der Sensor-Hotpixel editieren.

DHCP

Neben einer festen IP-Adresse oder einer IP-Adresse aus dem IP-Adressbereich für die automatische IP-Konfiguration, können Sie auch den Bezug einer IP-Adresse über einen DHCP-Server aktivieren. Zu diesem Zweck wurde neben dem IDS Kameramanager auch die Funktion is_IpConfig() erweitert.

Um die DHCP-Funktionalität nutzen zu können, muss die Kamera mit Firmware-Version 4.95 oder höher betrieben werden. Bei einer Kamera mit einer Firmware-Version kleiner 4.95 müssen Sie zuerst die Kamera-Firmware aktualisieren, z. B. im IDS Kameramanager über die Schaltfläche "Starter Firmware Upload".

Neue Funktion: is_ImageQueue

is_ImageQueue() aktiviert/deaktiviert eine Warteschlangen-Funktion für eine bestehende Bildspeichersequenz. Neu eintreffende Bilder werden dann jeweils ans Ende der Sequenz angefügt (FIFO: first in, first out).

Die neue Funktion vereint alle Warteschlangen-Funktionen, die bisher in verschiedenen Funktionen realisiert waren. Die Funktionen is_ExitImageQueue(), is_InitImageQueue() und is_WaitForNextImage() sind daher veraltet und sollten nicht mehr verwendet werden.

Neue Funktion: is_CaptureConfiguration

Mit der Funktion is_CaptureConfiguration() werden die Einstellungen der internen Bildspeicher-Warteschlange gesetzt. Sie können die Größe der Warteschlange (in MB) und die Anzahl der Bildspeicher konfigurieren.

uEye .NET Interface

Mit der Version 4.95 gibt es eine grundlegende Neuerung in der uEye .NET Schnittstelle. In den Vorgängerversionen gab es nur eine uEye .NET Library, mit der Version 4.95 wird die uEye .NET Schnittstelle in zwei neue Bibliotheken aufgeteilt. Durch diese Änderung ist die uEye .NET-Schnittstelle kompatibel zu .NET Standard 2.0. (Weitere Informationen zu .NET Standard finden Sie hier: https://docs.microsoft.com/en-us/dotnet/standard/net-standard).

Bis auf wenige Ausnahmen wurden alle Funktionen in die neue uEye .NET Standard 2.0 Libray portiert. Nicht portierbare Funktionen wurden in die neue uEye .NET Framework Library verschoben.

Beachten Sie, dass die uEye .NET Standard 2.0 Library kompatibel zu .NET 5.0 ist!
Berücksichtigen Sie die geänderten Systemvoraussetzungen für die uEye .NET-Schnittstelle.

Allgemeine Verbesserungen

  • Die Headerdatei uEye.h wurde einheitlich unter Windows und Linux in ueye.h umbenannt.
  • Umfangreiche Verbesserungen unter Linux: z.B. ist auch das dynamische Laden der API möglich oder die Verwendung der gleichen Debayering-Algorithmen wie unter Windows.
  • Vereinheitlichung der Funktionen: Die verschiedenen Parameterbezeichnungen für Mem und MemId wurden zu cMem und nMemId vereinheitlicht. Ergänzt wird der Name noch mit dem "p"-Prefix für die Anzahl der Pointer. Bei Verwendung des uEye Python-Interface PyuEye in Verbindung mit "Named/Keyword arguments" muss hier ggf. der Programmcode angepasst werden.
    • is_AddToSequence()
    • is_AllocImageMem()
    • is_CopyImageMem()
    • is_CopyImageMemLines()
    • is_FreeImageMem()
    • is_GetActiveImageMem()
    • is_GetImageHistogram()
    • is_GetImageInfo()
    • is_InquireImageMem()
    • is_LockSeqBuf()
    • is_RenderBitmap()
    • is_SetAllocatedImageMem()
    • is_SetImageMem()
    • is_UnlockSeqBuf()
  • Der Funktion is_Configuration() wurde ein neuer Befehl hinzugefügt. Damit können Sie die IP-Adresse des Netzwerkadapters aktualisieren, die im Cache des Treibers gespeichert ist.
  • Für is_Event() wurde in neues Event eingeführt: IS_SET_EVENT_FRAME_SKIPPED. Das Event wird signalisiert, wenn ein Bild verworfen wurde.
  • In der Funktion is_CaptureStatus() wurde der Staus IS_CAP_STATUS_TRANSFER_FAILED als Ersatz für den Status IS_CAP_STATUS_USB_TRANSFER_FAILED eingeführt. Der Status IS_CAP_STATUS_USB_TRANSFER_FAILED ist veraltet und sollte nicht mehr verwendet werden.
  • Es ist nun auch im uEye .NET Interface möglich eine negative Blitzverzögerung zu setzen. Hierfür wurden die Funktionsaufrufe in der Klasse Flash entsprechend überarbeitet.
  • Die Funktion is_SetStarterFirmware() ist veraltet und wird durch den Parameter IS_ALLOW_STARTER_FW_UPLOAD in der Funktion is_InitCamera() ersetzt.
  • UI-359x: Beim Aktivieren von Subsampling wird automatisch die sensor-interne Anti-Blooming-Funktion eingeschaltet.
  • Die Anzahl der Bildspeicher wurde erhöht, welche der Treiber im USB-Subsystem vorlädt. Beachten Sie insbesonders bei Embedded Systemen, dass sich dadurch der Speicherbedarf erhöht.
  • Das Verhalten des Flash-Pins (Pin 8) der uEye LE USB 3.1 Gen 1 wurde überarbeitet. Nach dem Bootvorgang gibt der Pin nun einen HIGH-Pegel aus. Dies entspricht dem Verhalten des Flash-Pins wie unter der Kamerafamilie USB 3 uEye LE.
  • Die USB 2 Firmware-Dateien wurden entsprechend zu den USB 3 Firmware-Dateien auf die Festplatte ausgelagert.

Bekannte Einschränkungen

  • Im IDS Linescan verlieren GigE uEye CP Rev. 2 Modelle mit einem Pixeltakt von > 60 MHz zwischen den Bildern eine Zeile.
  • UI-313xCP Rev. 2: Bei Verwendung der kleinstmöglichen AOI im Hardware-Trigger-Modus können Bilder dauerhaft verloren gehen.

Stand: 2021-08-27